A - Das Managementsystem für die Fabrik

Deutschland hat ein Führungsproblem, hört man immer wieder von führenden Personalmanagern. Belegt wird dieser Aussage durch das große anzutreffende Seminar- und Coaching-Angebot.

Der Führungs-Alltag in unsere Fabriken sieht in der Tat oft desolat aus:

  • Reaktionäre Tätigkeiten (Feuer löschen) verschwenden Managementkapazität
  • Kennzahlen sind nicht standardisiert oder geeignet für das managen der Produktion
  • Abweichungen von Standards werden oft nicht erkannt oder mangels Zeit hingenommen
  • Probleme werden oberflächig gelöst oder nur Symptome abgestellt
  • Personalentwicklung ist nicht abgestimmt auf die Bedürfnisse der Produktion

Shopfloor-Management, ein Managementsystem für die Fabrik basierend auf den Managementprinzipien von Toyota stellt Methoden zur effizienten Führung bereit und zielt rigoros auf die Entwicklung von Führungskräften durch Coaching und die permanente Prozessoptimierung. Dazu gehören:

  • Kurzzyklische Ausbringungsüberwachung der Fertigungsinsel
  • Visualisierung der Leistung und Verlustursachen
  • Standardisierung der Fertigungsabläufe und dessen Bestätigung
  • Durchorganisierte Produktionsmeetings in der Fabrik
  • Klare Beschreibung der Rolle der unterstützenden Bereichen
  • Strukturierte Problemlösung etc.

Wie üblich bei Lean Manufacturing kommen auch hier keine komplizierten Tools zum Einsatz, sondern werden einfache Methoden, basierend auf dem gesunden Menschenverstand angewandt.

Die konsequente Umsetzung ist jedoch umso schwieriger, weil Shopfloor-Management eine Änderung der Unternehmenskultur herbeiführt. Die Veranstaltung richtet sich an Geschäftsführer und Produktionsleitung mittelständigen Unternehmen. Am Ende verstehen Sie den Ansatz von Shopfloor-Management und können die Stärken / Schwächen ihres Unternehmens diesbezüglich abschätzen.

Beispiele:

Führen
vor Ort
Abweichungen
früh erkennen
Probleme
lösen
Probleme
lösen
Wesentliche Kennzahlen werden täglich gemessen und "vor Ort" visualisiert Die Leistung jedes Prozesses wird Überwacht; Verlustursachen werden kurzzyklisch dokumentiert PDCA-Listen werden gepflegt und überprüft Qualitätsrisiken werden durch Poka-Yoke-Maßnahmen abgesichert
Frühbesprechung finden "vor Ort" statt Kein fehlerhaftes Teil verlässt den Ort des Entstehens Ausgebildete Arbeitsteams treiben die Problemlösung voran Die Produktion arbeitet pro-aktiv bei der Gestaltung neuer Produkte und Prozesse mit
"Bestätigung" der Standards ist Teil der Führungskultur Kommunikation im Unternehmen ist geregelt Problemlösungsfortschritte sind in einer Einsatzzentrale visualisiert Projekte schließen mit einem gemeinsamen "lesson-learned" ab
Im "daily diary" sind feste Zeiten für "vor Ort"-Arbeit geblockt Prozess-Audits sind Teil der Unternehmenskultur Probleme werden an der "Wurzel" gelöst